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ZEW-IDI: Konjunktureller Aufschwung setzt sich fort - positive Beschäftigungsentwicklung
ZEW-IDI: Konjunktureller Aufschwung setzt sich fort - Beschäftigung entwickelt sich weiter positiv
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 13.07.2006
Nach einem positiven Jahresauftakt 2006 blicken die Dienstleister der Informationsgesellschaft optimistisch auf die
zweite Jahreshälfte. Im Vergleich zum ersten Quartal 2006 legt der ZEW-IDI, Stimmungsindikator für den Wirtschaftszweig
Dienstleister der Informationsgesellschaft, im zweiten Quartal 2006 um 6,3 Punkte zu und erreicht einen Wert von 69,6
Punkten. Für den Anstieg ist vor allem der Teilindikator verantwortlich, der die Entwicklung der aktuellen
Geschäftslage wiedergibt. Dieser Teilindikator steigt im Vergleich zum ersten Quartal 2006 um mehr als 10 Punkte auf
65,1 Punkte. Die gute Stimmung bei den Unternehmen des Wirtschaftszweigs zeigt sich auch in der Entwicklung der
Beschäftigten: Hier setzt sich der positive Trend bereits das dritte Quartal in Folge fort.
Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für
Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im
Juni 2006 durchgeführt hat. An der Umfrage beteiligten sich rund 800 Unternehmen. Der Wirtschaftszweig Dienstleister
der Informationsgesellschaft setzt sich zusammen aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern
(Unternehmen der Branchen EDV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und
wissensintensiven Dienstleistern (Unternehmen der Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung,
Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung).
Der Teilindikator, der die Geschäftserwartungen der Dienstleister der Informationsgesellschaft
widerspiegelt, ist im zweiten Quartal 2006 zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2006
legt er um 0,7 Punkte zu und erreicht einen Wert von 74,5 Punkten und damit fast den historischen Höchststand aus dem
dritten Quartal 2005 (75,2 Punkte).
Mehr als die Hälfte aller Unternehmen berichten im zweiten Quartal 2006 von im Vergleich zum ersten
Quartal 2006 gestiegenen Umsätzen und erwarten, dass ihre Umsätze auch im dritten Quartal 2006 weiter steigen werden.
Der Preisdruck hat im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft im zweiten Quartal 2006 erheblich
nachgelassen. Das erste Mal seit dem dritten Quartal 2003 ist der der Anteil der Unternehmen, die für ihre Leistungen
höhere Preise verlangen können, größer als der Anteil mit sinkenden Preisen. Auch die Nachfragesituation und die
künftige Nachfrageentwicklung bewerten die Dienstleister der Informationsgesellschaft im zweiten Quartal 2006 per Saldo
positiv.
Die gute Stimmung bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft spiegelt sich auch in der
Beschäftigungsentwicklung wider. Der seit dem vierten Quartal 2005 andauernde positive Trend setzt sich fort. So
überwiegt auch im zweiten Quartal 2006 der Anteil der Unternehmen im Wirtschaftszweig Dienstleister der
Informationsgesellschaft mit Neueinstellungen den Anteil mit Entlassungen. Dieser positive Saldo ist jedoch
ausschließlich auf die Lage in Westdeutschland zurückzuführen. Fast die Hälfte der westdeutschen Unternehmen im
Wirtschaftszweig gibt an, dass der Personalbestand im zweiten Quartal 2006 im Vergleich zum ersten Quartal 2006
gestiegen ist. Etwa zwei Drittel der westdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft erwarten, dass sie im
dritten Quartal 2006 ihren Personalbestand weiter ausbauen werden.
Zum ersten Mal, seit das ZEW die konjunkturelle Lage der Dienstleister der Informationsgesellschaft
analysiert, ist der Saldo der Personalbestandsveränderung in allen Branchen für Gesamtdeutschland positiv. Besonders
ausgeprägt ist diese positive Entwicklung bei den wissensintensiven Dienstleistern. Während bei den technischen
Beratern und Planern in der Vergangenheit der Anteil der Unternehmen mit Entlassungen immer den mit Neueinstellungen
überwogen hat, geben im zweiten Quartal 2006 etwa 55 Prozent der Unternehmen an, dass ihr Personalbestand gestiegen
ist. Diesem Anteil stehen etwa 15 Prozent der Unternehmen gegenüber, deren Personalbestand gesunken ist. Auch bei den
Architekten und Werbefirmen setzt sich der seit dem ersten Quartal 2006 anhaltende positive Beschäftigungstrend
fort.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax: 06 21 / 12 35-333
meyer@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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