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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2006 Aktuelle Analyse: Creditreform Wirtschaftsindikator für das 3. Quartal 2006

Creditreform Wirtschaftsindikator, 3. Quartal 2006

Aufschwung im Sommer

Neuss, 17.08.2006

Der aktuelle Creditreform Wirtschaftsindikator steigt gegenüber der letzten Erhebung vom Mai 2006 um acht Punkte auf 50,0. Damit erreicht der Indikator seine bisher höchste Punktzahl. Dieser Aufschwung wird vor allem von einem stark verbesserten Geschäftsklima getragen.

Der Creditreform Wirtschaftsindikator verarbeitet sowohl empirisch gewonnene Konjunkturdaten als auch aktuelle Wirtschaftsinformationen aus den Creditreform Datenbanken. Dabei wird eine Indexzahl für die Gesamtwirtschaft errechnet und die Geschäftssituation von zehn Wirtschaftsbereichen bewertet.

Der aus den Ergebnissen der Creditreform Unternehmensbefragungen errechnete Geschäftsklimaindex verbesserte sich im Vergleich zum Wirtschaftsindikator 2/2006 um 17,6 Punkte und steht nun bei +18,1. Der Anstieg des Klimas geht insbesondere auf deutlich positivere Einschätzungen der Unternehmen zur aktuellen Lage bei Aufträgen, Umsatz, Ertrag und Beschäftigung zurück. Der Teilindex für die Lage verbesserte sich um 28 Zähler auf +18,0. Der Teilindex für die Erwartungen legte immerhin 6,6 Punkte zu und notiert jetzt bei +18,2. Die Betriebe sind also optimistisch, dass sich die positive Geschäftsentwicklung auch in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Insbesondere hoffen die Unternehmen auf weitere Steigerungen bei den Auftragseingängen.

Neben dem Geschäftsklima hat sich auch das Zahlungsverhalten in den vergangenen Monaten weiter verbessert. Die mit der ausstehenden Summe gewichtete durchschnittliche Überfälligkeit in Tagen, die mit Hilfe des Creditreform Datenpools zum Austausch von Zahlungserfahrungen (ZaC) ermittelt wird, sank um 3,34 auf 13,88. Dies lässt auf geringere Außenstände bei den Unternehmen schließen.

Niedrigeres Insolvenzrisiko

Als dritte Komponente des Creditreform Wirtschaftsindikators zeigt auch der Creditreform Risiko Indikator (CRI) eine positive Entwicklung. Der CRI, der ein Maß für die Insolvenzanfälligkeit der Unternehmen ist, verringerte sich gegenüber dem vorangegangenen Berichtszeitraum um 0,09 auf 2,34. Dies bedeutet, dass von 10.000 Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten 234 ein sog. Negativmerkmal, z. B. massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag, aufzuweisen hatten.

Konstant zeigt sich die Bonität der Unternehmen. Der durchschnittliche Creditreform Bonitätsindex für die mehr als drei Millionen in der Creditreform Datenbank erfassten wirtschaftsaktiven Betriebe steht unverändert bei 257, einer mittleren Bonität.

Chemische Industrie weiter vorn

Im Branchenvergleich zeigt erneut die chemische Industrie von den zehn bewerteten Wirtschaftsbereichen die beste Performance. Der Branchenindex legt gegenüber der letzten Erhebung nochmals 1,2 Punkte zu und steht jetzt bei 69,3. Bei Branchenbonität und Zahlungsverhalten erreicht die chemische Industrie Spitzenpositionen. Dazu kommen ein positives Geschäftsklima und eine geringe Insolvenzanfälligkeit. Den zweiten Platz belegt der Bereich Metall/Elektro, der sich deutlich verbesserte und einen Branchenindex von 63,6 erreicht. Am unteren Ende der Tabelle steht mit einem Branchenindex von 39,5 der Wirtschaftszweig Verkehr/Logistik.

Der vollständige Quartalsbericht kann im Jahresabonnement bei der Creditreform Wirtschaftsforschung in Neuss Tel.: 0 21 31 / 109-174 oder per E-Mail presse@creditreform.de bestellt werden. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte November.

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