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Startseite News & Termine Creditreform News Online-Archiv Archiv 2007 Dienstleister der Informationsgesellschaft: Export von Dienstleistungen

Dienstleister der Informationsgesellschaft: Export von Dienstleistungen

Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"

Neuss / Mannheim, 15.10.2007

Im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informationsgesellschaft exportiert etwa die Hälfte der Unternehmen ihre Dienstleistungen ins Ausland. Dabei zählt nach der Bedienung von Kundenwünschen die Erschließung neuer Märkte zu den bedeutendsten Motiven für die Exporttätigkeit, während Steuervorteile als Exportmotiv eine eher untergeordnete Rolle spielen. Für die Unternehmen des Wirtschaftszweigs, die nicht exportieren, stellen neben der Auslastung durch den deutschen Markt und den schwer einschätzbaren Risiken die hohen Kosten der Markterschließung die größten Hemmnisse der Exporttätigkeit dar. Dies ist Ergebnis einer Konjunkturumfrage bei Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im September 2007 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage siehe Ende der Pressemitteilung).

Für die westdeutschen Dienstleister der Informationsgesellschaft spielt die Bedienung von Kundenwünschen als Exportmotiv eine große Rolle, während für die ostdeutschen Unternehmen des Wirtschaftszweigs die Erschließung neuer Märkte die treibende Kraft hinter der Exporttätigkeit ist. Steuervorteile als Exportmotiv spielen eine eher untergeordnete Rolle, wobei noch knapp ein Fünftel der ostdeutschen Dienstleister dies als bedeutendes Motiv der Exporttätigkeit nennt.

Die Bedienung von Kundenwünschen spielt besonders für die Unternehmensberater, die Werbefirmen sowie die Steuerberater und Wirtschaftsprüfer eine große Rolle. Fast alle exportierenden Unternehmen dieser drei Branchen messen der Bedienung von Kundenwünschen als Motiv für den Dienstleistungsexport eine enorme Bedeutung zu. Die Erschließung neuer Märkte hingegen ist für jeweils mehr als vier Fünftel der Architekten und der Unternehmen des IKT-Handels, die ihre Dienstleistungen exportieren, als Exportmotiv besonders bedeutend. Bei den technischen Beratern und Planern spielt für die Exporttätigkeit sowohl die Bedienung von Kundenwünschen als auch die Erschließung neuer Märkte eine große Rolle. Steuervorteile gehören dagegen kaum zu den Motiven für den Export von Dienstleistungen. So haben für jeweils weniger als ein Zehntel der Unternehmen der Branche Software und IT-Dienste, der Werbefirmen und der Architekten Steuervorteile als Exportmotiv eine hohe Bedeutung.

Die Dienstleister der Informationsgesellschaft, die ihre Dienstleistungen nicht exportieren, nennen verschiedene Gründe, die ihre Exporttätigkeit hemmen. So lastet einen Großteil der Unternehmen des Wirtschaftszweigs die Bedienung des deutschen Marktes aus. Etwa drei Viertel der Unternehmen geben diesen Grund als Hemmnis für ihre Exporttätigkeit an. Die nicht einschätzbaren Risiken nennen knapp drei Fünftel der Unternehmen als Exporthindernis. Jeweils mehr als die Hälfte der Unternehmen gibt die hohen Kosten der Markterschließung sowie unterschiedliche Standards im Ausland als Hürde für die Exporttätigkeit an, und knapp die Hälfte der Unternehmen nennt kulturelle oder sprachliche Unterschiede.

Eine eher untergeordnete Rolle spielt die mangelnde Nachfrage aus dem Ausland. Mehr als zwei Fünftel der Unternehmen nennen diesen Grund als Hindernis der Exporttätigkeit. Die Zuständigkeit der Filialen ist nur für knapp zwei Fünftel der Unternehmen ein weiteres Hemmnis. Etwa ein Drittel der Unternehmen nennt den Mangel an qualifizierten Mitarbeitern und weniger als ein Fünftel der Unternehmen die mangelnde Unterstützung oder Beratung durch öffentliche Stellen als Gründe dafür, dass sie ihre Dienstleistungen nicht ins Ausland exportieren.

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Ihre Ansprechpartner beim ZEW

ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Jenny Meyer
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien L 7, 1
68161 Mannheim

Tel.: 06 21 / 12 35-166
Fax:  06 21 / 12 35-333

  meyer@zew.de
  www.zew.de

Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und Umweltökonomik tätig.

Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.

Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung

Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen (jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100 annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.

Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:

ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)

Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.

Allgemeine methodische Hinweise (PDF)

Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)



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Ihr Ansprechpartner

Verband der Vereine Creditreform e.V.
Herr Michael Bretz
Wirtschaftsforschung

Tel.: 0 21 31 / 109-171
Fax: 0 21 31 / 109-176

 analysen@creditreform.de
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ZEW Dienstleistungsreport: 3. Quartal 2007
(PDF, 326 KB)
ZEW Dienstleistungsreport: 3. Quartal 2007, Presseinfo Nr. 1
(PDF, 88 KB)
 
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