Startseite        Branchenbuch Münster        Karriere        Häufig gestellte Fragen (FAQ)        Impressum        Downloads        Sitemap
111 Jahre Creditreform Münster


  Wir über uns Leistungsspektrum News & Termine Analysen Info-Center Mitgliedschaft
 
Info-Center
Fachartikel & Checklisten
Unternehmensführung
Unternehmensfinanzierung
Kreditmanagement
International Business
Wirtschaftsinformationen
Marketing
Recht und Steuern
Forderungsmanagement
Systeme & Beratung
Online-Rechner
Lexikon Forderungsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Aktuelle Wirtschaftsforschung
Creditreform Akademie
Kontakt-Center

Ansprechpartner in Münster
Informationsmaterial anfordern
Beratungstermin vereinbaren
Anfahrt & Routenplanung

Direktruf: +49 (0)2 51 / 53 53-53
Newsletter abonnieren
Creditreform Münster Riegel & Riegel KG
 

Startseite Info-Center Fachartikel & Checklisten Unternehmensfinanzierung Transparenz zahlt sich aus

Transparenz zahlt sich aus

Creditreform Unternehmermagazin

Creditreform Magazin, 12.11.2010


Der Aufschwung ist da, nun will er finanziert werden. Was Unternehmer vor dem nächsten Bankgespräch bedenken sollten.

Mit der konjunkturellen Aufhellung und der stärkeren Auslastung der Produktionskapazitäten dürfte auch die Investitionsbereitschaft bei deutschen Unternehmen wieder zunehmen, wenn natürlich in den einzelnen Branchen unterschiedlich ausgeprägt. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich die während der Wirtschaftskrise bezogen auf den Gesamtmarkt rückläufige Kreditnachfrage konjunkturell getrieben in den kommenden Monaten wiederbeleben wird.

Befürchtungen einzelner Marktteilnehmer über eine zu knappe Kreditversorgung haben sich nicht bestätigt, wie aktuelle Studien, unter anderem der Deutschen Bundesbank, der KfW Bankengruppe und des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, zeigen. Und: Im Vergleich zur Rezession 2003 wiesen viele mittelständische Unternehmen in der jüngsten Wirtschaftskrise eine robustere Kapitalausstattung auf und waren damit finanziell widerstandsfähiger – auch wenn die in der Aufschwungsphase bis 2008 gebildeten Kapitalpuffer noch nicht das internationale Vergleichsniveau der Eigenkapitalquoten mittelständischer Betriebe erreicht hatten. Der Konjunkturabschwung hat schließlich zu Einschnitten in den wirtschaftlichen Verhältnissen zahlreicher Betriebe und einer erneuten Abschmelzung dieser Kapitalpuffer geführt. Dies begründet letztlich, dass zwar aktuell die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen nicht das Rekordniveau von 2003 erreichen wird, diese sich aber dennoch auf einem vergleichsweise hohen Stand bewegen.

Mittelstandsförderung per Hausbank

Stabilisierend haben in der Wirtschaftskrise die staatlichen Konjunkturmaßnahmen wie das bis Ende 2010 befristete KfW-Sonderprogramm und erweiterte Bürgschaftsprogramm gewirkt. Nach den bisherigen Erfahrungen sollten diejenigen Programmerweiterungen bei den Bürgschaftsbanken, die offenbar keine finanziellen Auswirkungen auf den Wirtschaftsfonds Deutschland hatten, auch über das Jahr 2010 hinaus fortgesetzt werden. So sollte die Eigenkompetenz für die Bürgschaftsbanken für Bürgschaftsvolumina bis 150.000 Euro verbunden mit kürzeren Bearbeitungszeiten eingeräumt sowie die Möglichkeiten für Betriebsmittelfinanzierungen auf maximal 50 Prozent am Gesamtportfolio der Bürgschaftsbanken beibehalten werden.

Die Wirtschaftskrise hat auch gezeigt, wie wichtig für mittelständische Unternehmen eine gute Hausbankbeziehung ist – nicht zuletzt im Hinblick auf die Fördermittelprogramme von Bund und Ländern. Firmen können dadurch das umfangreiche Know-how ihrer Hausbanken nutzen und erhalten gleichzeitig eine maßgeschneiderte Finanzierung aus einer Hand. Sorgen bereiten aber den Volksbanken und Raiffeisenbanken die Pläne der Bundesregierung, die Institute in die Bankenabgabe einzubeziehen. Die genossenschaftliche Bankengruppe hat die Finanzmarktkrise bekanntlich nicht verursacht. Im Gegenteil: Als regional verankerte Institute haben sie sogar stabilisierend auf das Finanzsystem gewirkt. Sollte das durchgeleitete Fördermittelgeschäft ebenfalls in die Bemessung zur Bankenabgabe einbezogen werden, droht Genossenschaftsbanken und Sparkassen im Rahmen des zweistufigen Bankenleitwegs und der damit verbundenen zweifachen bilanziellen Erfassung eine doppelte Belastung.
 

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Bei einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Unternehmen kommen Banken nicht umhin, die gestiegenen Risiken bankenaufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich zu berücksichtigen. Rating-Anpassungen von Betrieben seit Beginn der Krise sind bei Genossenschaftsbanken somit nicht Ergebnis geänderter Ratingverfahren. Neben dem Rating fließen noch weitere Aspekte in die Kreditvergabeentscheidung mit ein, etwa das Vorhandensein werthaltiger Sicherheiten oder die Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund ist es eine normale Entwicklung, dass sich in konjunkturschwachen Zeiten bei einer Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Unternehmen bei gleichzeitiger Beachtung ihrer Zukunftsfähigkeit die Kreditvergabestandards durch beispielsweise höhere Sicherheitenanforderungen und Kreditzinsen ändern können. Insgesamt bewegen sich die Bankzinsen im Kreditneugeschäft an nicht-finanzielle Unternehmen jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Bei einer wirtschaftlichen Verschlechterung empfiehlt sich für Firmenkunden eine frühzeitige Kontaktaufnahme mit der Hausbank vor Ort. Das gilt nicht nur für Krisenzeiten. Im Rahmen der oftmals langjährigen Kundenbeziehungen mit der Bank lassen sich so individuelle Finanzierungslösungen für betroffene Unternehmen finden.

Für eine erfolgreiche Finanzierung bedarf es einer umfassenden Vorbereitung der Firmenkunden auf das Bankgespräch, um ihre geplanten Vorhaben überzeugend und glaubwürdig vertreten zu können. Wesentliches Finanzierungshemmnis ist – neben einer schlechten Finanzkommunikation – auch häufig, dass ein schlüssiges und tragbares Geschäftsvorhaben mit positiven Zukunftsaussichten fehlt. Empfehlenswert ist es, sich vor dem Finanzierungsgespräch bei der Bank nach den einzureichenden Unterlagen zu erkundigen. Welche aussagekräftige Unterlagen die Bank benötigt, verrät die Checkliste (siehe Kasten).

Autor: Volker Stolberg ist Mittelstandsexperte beim Bundesverband der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken

 

Checkliste:
Welche Unterlagen im Bankgespräch helfen

  • Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre (soweit keine Existenzgründung)
  • Aktuelle Betriebswirtschaftliche Auswertung (vor allem, wenn letzter Jahresabschluss einige Monate zurückliegt)
  • Unterlagen zu Kreditsicherheiten
  • Aktuelle Aufstellung des Forderungs- und Warenbestands
  • Gesellschafterverträge, Handelsregisterauszüge
  • Aktueller Kreditspiegel mit Angaben zu den wichtigsten Verbindlichkeiten
  • Finanz- und Liquiditätsplan, Investitionsplan (bei geplanten Investitionen)
  • Umsatz-, Kosten- und Ertragsplan für die kommenden ein bis drei Jahre



   Seite: drucken  |  weiterempfehlen  |  verlinken Bookmark and Share
 
Verwandte Themen

 Bürokratieabbau im Rechnungswesen
 Finanzamt fährt mit
 Liquidität aktiv managen
 Perspektiven für Unternehmen entwickeln
 Kredit von öffentlicher Hand
Creditreform News

15.05.2012 - SchuldnerKlima-Index Deutschland mit 102,3 Punkten im Frühjahr 2012 auf stabil-positivem Niveau mehr

15.05.2012 - Aktuelle Analyse zur Wirtschaftslage im österreichischen Mittelstand mehr

24.04.2012 - CEG Creditreform Consumer GmbH firmiert um in Creditreform Boniversum GmbH und positioniert sich neu mehr

16.04.2012 - Aktuelle Analyse: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Frühjahr 2012 mehr

23.03.2012 - Creditreform Beiträge zur Wirtschaftsforschung Nr. 15 mehr

Alle bundesweiten Meldungen
 
  Veranstaltungshinweise
 
 23.05., Düsseldorf - Effizientes Debitorenmanagement mehr
 
 23.05., Hamburg - Sichere Geschäfte im Ausland - von der Vertragsgestaltung bis zum Zahlungseingang  mehr
 
 24.05., Düsseldorf - Professionelles Liquiditätsmanagement - Liquidität als wichtigste Steuerungsgröße mehr
 
 19.06., München - Risiko Kundeninsolvenz: Ihre Möglichkeiten als Gläubiger mehr
 
 19.06., Oberhausen - Creditreform energy & risk mehr
 
 
  Kontakt | | Disclaimer | Datenschutz | Downloads | Sitemap    
       
  © 2011 Creditreform Münster Riegel & Riegel KG | Scharnhorststr. 46 | D-48151 Münster
Tel.: +49 (0)2 51 / 53 53-53 | Fax: +49 (0)2 51 / 53 53-129 | E-Mail: info@muenster.creditreform.de